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GRAFFITIAKTION IM BÜRGERHAUS AUE – ORGANISIERT DURCH DIE JUGENDBETEILIGUNG AUE

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und der Landespräventionsrat Sachsen fördern verschiedene Projekte in Aue-Bad Schlema, Schneeberg und Lößnitz.
Therese Sievers (14 Jahre), Jugendreporterin, begleitet ausgewählte Veranstaltungen innerhalb der Jugendforen und berichtet darüber. Heute: Graffitiaktion im Bürgerhaus Aue – organisiert durch die Jugendbeteiligung Aue

Dunkler Keller wird aufgepeppt
Im Keller des Bürgerhauses Aue liegt ein beißender Geruch von Sprühfarbe in der Luft. Es haben sich Kinder und Jugendliche aus Aue-Bad-Schlema im Alter zwischen 8 und 18 Jahren eingefunden, um die Wände des Jugendraumes lebendiger zu gestalten. In den dunklen Keller geht es vier Stufen hinab, danach einen kleinen Gang gerade aus, an dessen Ende die Spraydosen zum Einsatz kommen sollen.
Eine der Jugendlichen ist Leony Küchler aus Bad-Schlema. Für sie ist es bereits die zweite Graffitiaktion. Der Zwölfjährigen gefällt es, Räume damit zu verschönern und sie damit lebendiger wirken zu lassen. Eine eigene Künstlersignatur hat Leony noch nicht.
Ebenfalls mit am Start war die 18-jährige Judith Salomon aus Aue. Sie erzählt, dass es ihr Freude bereitet, an den verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten, die das Bürgerhaus anbietet, mitwirken zu können. Judiths Rat an alle, die sich in Graffitigestaltung selbst mal ausprobieren wollen, sind „Schlumpersachen“. Alle Jugendlichen, Kinder und Erwachsene sind selbstverständlich dazu herzlich willkommen.
Sozialpädagogin Jana Kaube hatte den Künstler Benjamin Knoblauch für dieses Projekt gewinnen können. Der 28-jährige ist schon ein „alter“ Hase im Graffiti-Geschäft.
Als 17-jähriger begonnen, hat er sich schnell einen Namen in der Szene erarbeitet. Sein größtes Projekt ist die Festival-Toilette in Ferropolis. Jetzt sollen weitere Jugendliche von seinen Erfahrungen in Sachen Graffitiwerke oder künstlerischen Darstellungen profitieren. Alle verwendeten Farben oder Materialien sind in Deutschland hergestellt. Da, was man im Rückblick auf die aktuellen Wahlergebnisse erkennen kann, sich immer mehr Jugendliche für die Umwelt interessieren und einsetzen, findet er es gut, dass die Farben nicht unsere Natur belasten. Der große Wunsch von Garlix, so Benjamins Künstlername in der Szene, ist, später sein Hobby zum Beruf zu machen.

Als Anfänger konnte man sich an zwei Buchstaben ausprobieren. Der Erfolg hielt sich dabei in Grenzen, da die Buchstaben eher einer Elefantenfamilie ähnelten, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.
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