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Erreichbarkeit der Stadtverwaltung Aue-Bad Schlema

Ab Montag, den 29.11.2021 bleiben die Rathäuser in Aue und Bad Schlema aufgrund der aktuellen Situation vorübergehend geschlossen.

Alle Ämter sind telefonisch und elektronisch zu den sonst üblichen Servicezeiten, unter den bekannten Kontaktdaten, erreichbar.

Präsenztermine werden nur für dringende und unaufschiebbare Angelegenheiten vergeben.
Der Zutritt ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung und unter Vorlage eines 3G Nachweises möglich.

Wir bitten um Ihr Verständnis und Ihre Mitwirkung bei der Unterstützung unserer Gesundheitssysteme.

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KITA ABENTEUERLAND BLEIBT AN BISHERIGEM STANDORT ERHALTEN

Kita Abenteuerland bleibt an bisherigem Standort erhalten

In der Kindertagesstätte Abenteuerland, die in einer denkmalgeschützten Gründerzeitvilla untergebracht ist, sind umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten notwendig. Pläne, die vorsahen, die Kindereinrichtung dauerhaft in dem Gebäude der Pestalozzischule unterzubringen, scheiterten vor allem an der erforderlichen Größe der zur Verfügung stehenden Außenbereiche. In der bisherigen Einrichtung stehen immerhin 1.401 m2 Außenfläche zur Verfügung. Außerdem fühlen sich alle in dem bisherigen Gebäude sehr wohl, so dass nun über die Sanierung und Modernisierung bei laufendem Betrieb- allerdings unter Reduzierung der Anzahl der Betreungsplätze während der Arbeiten im Stadtrat im November entschieden wurde.

Ca. 65 Kinder konnten bisher betreut werden. Davon 18 Krippenkinder. Diese Anzahl der Plätze wird nun während der Arbeiten auf 59 reduziert.

Rund 1,7 Mio Euro an Eigenmitteln sind notwendig, die in mehreren Jahresscheiben geplant werden, bis zu 60% Förderung sind möglich. Gefördert wird die Maßnahme aus dem KITA Invest Programm des Landkreises.

Der Stadtrat beschloss die Kita Abenteuerland in der Auer Gellertstraße an ihrem jetzigen Standort zu erhalten und im laufenden Betrieb über mehrere Jahre zu sanieren. Beginn der Maßnahme ist im nächsten Jahr, die Dauer der Arbeiten ist für 4 Jahre vorgesehen.


Aus der Stadtgeschichte:

Kindertagesstätte „Abenteuerland“
Gellertstraße 5 (ursprünglich Gellertstraße1)
03771/ 22733


Die Villa in der Gellertstrasse 5 in Aue kann mit ihren 70 Jahren auf eine der längsten längste Kindergarten- Geschichte im Altkreis Aue zurückblicken.

Erbaut wurde das Gebäude bereits um 1900/01. Der Ziegeleibesitzer Herman Robert Paul Fischer ließ auf seinem Grundstück eine große repräsentative Villa für seine Familie, mit einem schönen Blick auf Aue und seine Ziegelei vom Auer Baumeister Julius Bochmann erbauen. Das Anwesen, mit dem Gefälle in 2 Richtungen wirkt es auf den Betrachter bergaufwärts sehr erhaben. Damals wurde die Villa allein von der Familie genutzt. Im Erdgeschoss befand sich die Küche der Salon mit dem Eckerkerausbau, sowie Wohnzimmer und ein Herrenzimmer. Eine Etage höher befanden sich drei Schlafräume eine Kammer und das Badezimmer. Im Dachgeschoss befanden sich vier separate Kammern, von da aus ging nochmals eine Treppe nach oben in einen Dachboden. Nach der Inflation 1924 verkaufte der Ziegeleibesitzer seine Villa aus wirtschaftlichen Gründen und ging nach Wiesenthal - Neustrelitz.

Das Erdgeschoss wurde an den Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband Verband vermietet. Außerdem wohnte ein Hausverwalter im Gebäude und verwaltete das Grundstück. im November 1936 bat das Amt für Volkswohlfahrt um Überlassung des Grundstückes Gellertstrasse für die Aufnahme eines NSV ( NS-Volkswohlfahrt e. V.)- Kindertagesheimes. Im Juni 1937 war der Schenkungsvertrag abgeschlossen. 1938 wurde das Haus zu einem Kinder- und Säuglingsheim umgebaut. Dazu wurde der Eckerker, der nach oben zum Turm endet, gekürzt, so dass er nicht mehr den höchsten Punkt darstellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch eine Liegeterrasse in Richtung Auerhammerstraße angelegt, die heute noch vorhanden ist.


Zuerst war das Haus ein Dauerheim für Säuglinge und Kleinkinder. Bereits im Gründungsjahr 1939 wurden dort 25 Mädchen und Jungen betreut. Da es nur wenige Schutzimpfungen gab, war das Risiko einer Infektionskrankheit sehr hoch. So beschloss man, den Kindergarten auszulagern und im Erdgeschoss ein Kinderheim einzurichten. Lange leitete Mitbegründerin Schwester Dorothea Suttler das Heim. Zusammen mit Schwester Erika Kessler setzte sie sich vor allem in der Nachkriegszeit für das Wohl ihrer Schützlinge ein, zu denen auch Waisen - und Schulkinder gehörten. Im Oktober 1945 wurde das Gebäude kostenlos an die Stadt Aue übergeben, da sich der Verein NS- Volkswohlfahrt e.V. aufgelöst hatte. Nach dem 2. Weltkrieg war dieses Heim sehr überfüllt und wurde als solches sehr lange betrieben. War Anfang der 50-iger Jahre das Heim noch bescheiden eingerichtet, ist die Einrichtung heute modern ausgestattet. Mitte der 60-iger Jahre wurde am Gebäude wegen steigender Nachfrage ein Kinderwagenraum angebaut. Die neue Niederdruckheizung brauchte einen neuen Schornstein. Ein Kleinlastenaufzug wurde eingebaut und auch nach der Wende steckte die Stadt viel Geld in Investitionen. Die Kita wurde ans zentrale Abwassersystem angeschlossen, bekam moderne Sanitäranlagen sowie eine neue Gasleitung. Weiterhin wurden die Elektroanlagen rekonstruiert und Fußböden eingezogen. Ab 1960 bildete die Einrichtung Kinderpflegerinnen aus. Die Arbeit war hart, das Heim überbelegt, zum Normaldienst kam Spät- und Nachtdienst hinzu.
Christel König, eine ehemalige Schülerin dieser Einrichtung und langjährige Leiterin des Sozialamtes im Auer Rathaus, die 1961 ihre Ausbildung begann, schreibt dazu, dass es schon ein beglückendes Gefühl war, nach dem ersten Ausbildungsjahr die dunkelblaue Schürze zu blaukarierten Kleid gegen eine weiße Schürze zu tauschen. „Auf dem Kopf trugen wir anfangs weiße Dreieckstücher, die wir im 2. Ausbildungsjahr über viereckige Pappkästen spannen durften und nach dem Staatsexamen war die weiße Haube mit sieben Falten eine Autoritätsfrage im Kollektiv. Die praktische Ausbildung erfolgte im Dauerheim in der Gellertstrasse 5 und der theoretische Unterricht fand im Keller eines Wohnhauses in der Gellertstrasse 7 statt. Hier lernten wir das Waschen, Kochen, Nähen, Betriebspflege und Kinderbetreuung von der „Pike“ auf.“ Im Obergeschoss waren Wohn- und Schlafräume für das Personal und die Personalküche untergebracht. Im Mittelgeschoss waren die Kinderzimmer und die Milchküche eingerichtet. Das Kellergeschoss beherbergte eine Hausmeisterwohnung, die Heizung, die Wäscherei und den Kartoffel- und Gemüsekeller. Nach Kriegsende siedelte eine Kinderklinik von Pilsit nach Schlema über. Von dort her wurden Kinder in die Kindereinrichtung, Gellertstrasse aufgenommen. Mit viel Hilfe des Suchdienstes des DRK konnten einige Kinder wieder ihren Eltern übergeben werden, andere Kinder wurden für eine Adoption vermittelt. Das Heim wurde 1964 Wochenkrippe und bis 1990 als Tageskrippe weitergeführt.

1973 in Vorbereitung der 800-Jahr-Feier in Aue wurde der ehemalige Haupteingang der Kindereinrichtung an der Straßenseite zugemauert. Diese Maßnahme diente der Wärmedämmung im Erdgeschoss und es entstand dadurch noch ein kleiner Gruppenraum und im Mittelgeschoss darüber ein Dienstzimmer für die Leiterin, welches Arzt - und Isolierzimmer war.
Ab 1990 zogen in das wunderschöne Haus mit dem diskreten Charme einer Unternehmervilla, die in eine Kindertagesstätte umfunktioniert wurde und neben den immer weniger werdenden Krippenkinder, die größeren Vorschulkinder ein. Drei Gesellschaftssysteme erlebte die Kindereinrichtung. Die Erzieherinnen absolvierten mit viel persönlichen Einsatz neben ihrem Dienst am Kind, Weiterbildungskurse, Studien und verschiedene Fortbildungen. Viele erwarben dadurch den Titel „Staatlich anerkannte Erzieherin“.

Im Jahr 2006 war es beim Stadtfest zum enviaM Städtewettbewerb „Rudern für einen guten Zweck“, den Auern gelungen mit einem 3. Platz 10.000 Euro für einen neuen Spielplatz in der Kindertagesstätte Gellertstraße zu erkämpfen. Am 21.05.2007 wurde das Spielgerät an die Kinder übergeben. Bei dieser Übergabe wurde die Kindereinrichtung auf den Namen „Abenteuerland“ getauft.
Die Einrichtung mit dem dazugehörenden große Anwesen mit dem alten Baumbestand befindet sich in Trägerschaft der Stadt.
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