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Erreichbarkeit der Stadtverwaltung Aue-Bad Schlema

Die Verwaltungsgebäude Rathaus, Goethestraße 5, 08280 Aue und Rathaus, J.-Curie-Straße 13, 08301 Bad Schlema sind mit den regulären Öffnungszeiten geöffnet.

Alle Bereiche sind uneingeschränkt per Telefon oder E-Mail unter den bekannten Kontaktdaten erreichbar.

Zu Ihrem und unserem Schutz sowie der Einhaltung der Hygieneauflagen, ist derzeit eine Terminvereinbarung erforderlich. Bitte setzen Sie sich im Vorfeld mit uns in Verbindung und vereinbaren Sie einen Termin, um „unnötige“ Wege bzw. Wartezeiten und damit verbundener Ansammlungen von Personen zu vermeiden.

Trotz der Öffnung und Lockerungen sind weiterhin die Regelungen der Sächsischen CORONA-Schutzverordnung sowie der Allgemeinverfügung Hygieneauflagen zu beachten. Es müssen die erforderlichen Hygienestandards eingehalten werden. Bitte achten Sie beim Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden auf die geltenden Abstandsregelungen (mindestens 1,50 m).

Wir danken für Ihr Verständnis.

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DAS TOR AUS EINER ANDEREN ZEIT

Das Tor aus einer anderen Zeit



Das Eingangsportal der ehemaligen Wellner-Werke (ABS), ein großes zweiflügeliges, mit Jugendstilelementen verziertes Eisentor, welches im Laufe der Jahre mit mehreren Farbschichten überzogen wurde, die teilweise nur noch den Rost zusammenhielten, wurde ausgebaut und befindet sich derzeit zur Rekonstruktion bei der Firma Metallbau Mehlhorn (Gelände Blema). Hier soll das Tor denkmalgerecht instandgesetzt und in einen Zustand gebracht werden, der dem Originalzustand möglichst nahe kommen soll.

Zur Rekonstruktion wurde das Tor, welches aus mehreren Teilen zusammengesetzt war, auseinandergenommen. Dabei wurde auch das auf eine Hartholzplatte beidseitig aufgebrachte Metall vorsichtig vom Holz gelöst. Diese Hartholzplatte ist glücklicherweise gut erhalten und soll wiederverwendet werden. Die Metallteile und Ornamente wurden in einem Sandstrahlverfahren mit wenig aggressivem Sand einer speziellen Körnung von mehreren Farbschichten befreit. Später sollen sie wieder in einem ursprünglich verwendetem Grünton versehen werden, der mit Unterstützung des Denkmalschutzes bestimmt wird. Auch die Herstellerplakette wurde freigelegt. Die Firma, die diese Schmiedekunst der Jahrhundertwende fertigte existiert jedoch auch in Nachfolgebetrieben nicht mehr. Fehlende Ornamente müssen ersetzt werden. Bis Jahresende, so schätzt man wird die Rekonstruktion dauern. Nach Abschluss der Restaurationsarbeiten wird die Toranlage nebst der Fenstergitter wieder an seinen ursprünglichen Platz, eingebaut.

Das die Handwerkskunst aus dem vorigen Jahrhundert so lange durchgehalten hat, ist erstaunlich, denn lange standen die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Wellner-Werke leer und verfielen zusehens.

Dabei war Wellner 1913 ist die Firma die größte ihrer Art in Deutschland. Viele Menschen sind in den vergangenen Jahren durch das am Eingangsportal des imposanten Gebäudes, dass im Mauerwerk links und rechts als Fassadenschmuck von von zwei steinerenen Riesen flankiert wird, gegangen. Immerhin waren zeitweise mehr als 5000 Angestellte und Arbeiter bei Wellner beschäftigt. Die Gesamtgrundstücksgröße belief sich damals auf 60 000m². Um 1927 war der Betrieb eines der weltweit führenden Besteckunternehmen.

Ab 1948 produzierte der Betrieb unter dem Namen „VEB Auer Besteck- und Silberwarenwerke vormals August Wellner Söhne AG“. Nach der Wende ging die Firma am 1. Mai 1993 in den Besitz des Investors Herbert Hillebrand über, doch die große Sanierung blieb im Sommer 1994 stecken. Offiziell begründet Hillebrand die Krise seines Imperiums mit Minusgeschäften im Osten. Am 13. April 1995 musste beim Amtsgericht Chemnitz durch die Geschäftsführung der Wellner Besteck- und Silberwaren GmbH Antrag auf Gesamtvollstreckung gestellt werden. Im August1996 verkauft der Insolvenzverwalter die Firma an einen Solinger Besteckhersteller. Die „ABS Besteckherstellungs GmbH“ wurde gegründet. Der baulich nicht mehr tragbare Zustand der Fertigungsgebäude macht den sofortigen Auszug der Fertigung aus den ehemaligen, altehrwürdigen Wellner – Gebäuden in Aue notwendig. Im Juni des Jahres 2001 muss erneut Insolvenz angemeldet werden und im August 2001 erfolgt eine erneute Neugründung unter dem Namen “Wellner/ABS GmbH“. Das kleine Unternehmen arbeitet noch bis zum heutigen Tag.


Nach dem Auszug des letzten Mieters, der Auer Beschäftigungsinitiative, erfolgte im Jahr 2013 die Sicherungen der vom Einsturz bedrohten Dachkonstruktionen und es wurde mit der Entkernung und Beräumung des Gebäudes begonnen. Es erfolgte der Abbruch von Nebengebäuden und die Begrünung der freigewordenen Flächen. Der Gebäudeblock 3 der ehemaligen Wellnerwerke wurde 2014 von der Firma Planungsbüro Bauer erworben und erfolgreich saniert. 2016 konnte eine der freigewordenen Flächen mit einer Gesamtfläche von insgesamt 2500 m² an den Erzgebirgskreis für eine Parkfläche vermietet werden. Seit Ende 2016 werden die Gebäude der ehemaligen Wellner-Werke zur Erhaltung des Hauptgebäudes mit dem Glockenturm teilsaniert. Mit der Teilsanierung sollen die Gebäude nicht nur für potentielle Investoren interessanter gemacht werden, sondern es ermöglichen, das Objekt vorerst als Kaltlager für Arbeits- und Baumaterialien zu nutzen. Es liegen aber bereits mehrere Anfragen zur Übernahme des Objektes und Weiterentwicklung zu einer höherwertigen Nutzung vor. Diese reichen von einer gewerblichen Nutzung (Lager und Fertigung) eines Traktes über die Einordnung von Betreuten und hochwertigen Wohnen und Physio-praxen in den beiden Gebäudesegmenten bis zu einem Umbau zu einer Pflegeeinrichtung einschließlich Anbau. Die Stadt steht diesen Anfragen positiv gegenüber.

Bisher wurde am Hauptgebäude Dach und Fenster erneuert, die Gebäudehülle saniert, einige Gebäudeteile komplett entkernt und das Bauwerk erhielt 2020 einen neuen Dachstuhl nach historischem Vorbild. Momentan laufen im Innernen des Gebäudes die Betoninstandsetzung, die Korrosionsschutzarbeiten der Stahlbauteile, die Instandsetzung und denkmalgerechte Aufarbeitung der Toranlage und Fassadengitter sowie Klempnerarbeiten der Blechabdeckungen an Fassade und Fenster. Außerdem werden Regenwasseranschlüsse in Ordnung gebracht und die Zufahrt zur Hofseite gebaut. Im nächsten Jahr folgen noch Elektroarbeiten zur Innenbeleuchtung.


Gefördert wird die Gesamtmaßnahme in einem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ Programmteil Aufwertung im Auer Fördergebiet „Südwestliche Innenstadt“ Gefördert werden
85% der als zuwendungsfähig anerkannten Kosten. In das Gebäude flossen bislang ca. 4 Mio Euro.
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